Die Alpenüberquerung „Tegernsee – Sterzing“ Mayrhofen – Pfitsch 6

Tag 6 … Willkommen in Südtirol

Heute beginnt die Tour mit der Busfahrt zum Schlegeisstaussee. Von meiner Unterkunft im Zentrum von Mayrhofen geht es in ein paar Minuten zum Bahnhof. Von hier starten die Busse in die wunderschönen Seitentäler des Zillertals wie Zillergrund, Hintertux, Gerlos. Ich nehme die Linie 4102 zum Schlegeisstausse.

Wer pauschal über einen Anbieter gebucht hat, wird unter Umständen mit einem eigenen Shuttle zum Stausee gebracht.

Die Fahrt dauert circa fünfzig Minuten und stimmt landschaftlich schon einmal auf den heutigen Tag ein.  Es geht hinauf durch das Bergsteigerdorf Ginzling und vorbei am Gasthof Breitlahner. Kurz danach beginnt die Mautstrasse, welche sich in engen Serpentinen und mit kurzen, aber eindrucksvollen Tunneln bis zur Staumauer hinauf schlängelt.

Das erste Stück der Mautstrasse ist einspurig und immer nur für eine Richtung befahrbar. Ich habe Glück und mein Bus kann nach nur zwei Minuten Wartezeit losfahren.

Kurz hinter der Staumauer befindet sich die Haltestelle, die gleichzeitig auch die Endstation der Buslinie ist – ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter.

Gerne würde ich es mir jetzt am Ufer auf einer Bank gemütlich machen, die Sonne und vor allem die Aussicht genießen, aber es geht ja noch weiter auf meinem Weg…

Die ersten Meter des heutigen Tages verlaufen über Asphalt am Stausee entlang bis zum letzten Parkplatz. Dieses Stück ist trotz des Untergrundes wunderschön zu gehen. Man hat den gesamten Stausee mit Staumauer und Schlegeiskees im Blick. Ich biege links über die Brücke des Zamser Baches und gehe direkt wieder nach rechts um den Wegweisern Richtung Pfitscherjoch zu folgen. Auch das Ü findet sich hier rasch wieder.

Bis zur Lavitzalm führt ein abwechslungsreicher Wanderweg. Mal geht es über große Steinplatten, mal über kleiner Steine und Wurzeln. Begleitet wird man vom ständigen Rauschen des Zemmbaches, der vom Joch hinunter ins Tal rauscht. Die Latschenkiefern, die unter der Sonne ihren Duft versprühen erinnern an einen Aufguss in der Sauna. Hier werden wirklich alle Sinne angeregt.

Bei der Lavitzalm besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Sie steht übrigens aus Tiroler Boden, wird jedoch nur von Südtiroler Seite bewirtschaftet.

Ich laufe heute weiter.

Kurz hinter der Alm geht es nun links hinauf. Der Weg wird schmaler und steiniger. In Serpentinen schlängelt er sich hinauf. Immer wieder ertönt das Pfeiffen der Murmeltiere. Sie warnen…zeigen sich heute aber leider nicht. Eine gute halbe Stunde benötige ich noch bis zum Pfitscherjoch. Hier verläuft die Landesgrenze zwischen Österreich und Italien. Grenzsteine und Schilder markieren diesen Ort unübersehbar – ein beliebtes Fotomotiv auf dieser Tour.

Direkt hinter der Landesgrenze steht das Pfitscherjochhaus.

Es ist zwar tolles Wetter, aber hier oben am Joch zieht es gewaltig und die Terrasse ist Menschenleer. Ich kehre ein und als ich die Türe der „Hütte“ öffne, BIN ICH IN ITALIEN!

Auf dem Weg hier herauf habe ich kaum einen Menschen getroffen, dennoch ist die Hütte ist voll! Viele sind von der italienischen Seite aufgestiegen oder mit dem Mountainbike herauf gefahren. Die Leute unterhalten sich lautstark und trinken Rotwein. Es ist schon erstaunlich, dass ein paar Meter doch soviel Unterschied in der Kultur ausmachen können. Ich finde noch ein Plätzchen, gönne mir ein Südtiroler Bier und lasse die Atmosphäre auf mich wirken.

Nach einer knappen Stunde beginne ich mit dem Abstieg.

Von nun an geht es quasi nur noch Bergab – nicht nur heute, sondern auch morgen auf der letzten Etappe bis nach Sterzing. Der Weg ist abwechslungsreich. Mal geht es über einen Fahrweg, mal über sanfte Almwiesen und dann wieder durch einen dichten und schön schattigen Wald bis nach St. Jakob. Die Landschaft und auch das Wetter ist einfach nur traumhaft. Die Südtiroler Hitze macht sich allerdings gleich schon bemerkbar und der Abstieg ist dann doch noch anstrengender als gedacht.

Die heutige Unterkunft liegt „leider“ noch weitere 4 Kilometer ausserhalb von St. Jakob und ich wäre sicherlich noch eine knappe Stunde unterwegs. Die Sonne hat mittlerweile italienisches Temperament angenommen und brennt mit 32 Grad vom Himmel. Ich mag nicht mehr… und deshalb nutze ich den stündlich fahrenden Bus bis zur Unterkunft in Kematen.

Übrigens: Die Unterkunft mit der BESTEN Küche auf dieser Tour!! Italien eben 😉

  • Mayrhofen  → Pfitschtal 
  • 13 (+ 4) Kilometer  
  • Gehzeit ca. 4,5 Stunden plus Fahrzeit mit Bus und Bahn 
  • 550 hm ↑
  • 850hm ↓  
  • Einkehrmöglichkeiten: Kiosk am Schlegeis, Lavitzalm, Pfitscherjochhaus

TIPP: Sollte das Wetter mal nicht mitspielen, erreicht man dieses Etappenziel zwar auch mit Bus und Bahn, allerdings muss man dann über den Brenner. Hier wäre man zu Fuß fast schneller. Aber immerhin…die Möglichkeit besteht und gutesWetter kann man halt nicht planen.

Ausserdem eignet sich die Tour zum Pfitscherjochhaus auch als Tagestour bei einem Aufenthalt im Zillertal. Hier geht’s zum Beitrag

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6 Kommentare

  1. Hallo
    Ich würde gerne auch die gleiche Tour mit meiner Frau im nächsten Jahr machen wollen

    Wäre es vielleicht möglich mir nochmal die Unterkünfte zu nennen in denen ihr übernachtet habt?
    Ebenso wie ihr das Thema mit den Bussen genau gelöst habt?

    Vielen lieben Dank
    für deine Mühe
    Gruß Otto und Monika

    1. Hallo ihr zwei,
      lieben Dank für eure Nachricht!

      Wir haben in folgenden Unterkünften übernachtet:

      Alpensonne Bad Wiessee
      Cordial Achenkirch
      Maurach lasse ich aus, dass kann ich leider nicht empfehlen
      Almhof Hochfügen
      Zillertalerhof Mayrhofen
      Hotel Kranebitt Pfitsch – mit bester Küche 😉
      Hotel Lamm Sterzing

      Zu deiner Frage mit den Bussen: Wir haben uns die Busfahrpläne vorab im Internet heraus gesucht und unsere Zeiten ein wenig danach angepasst. In Maurach und Mayrhofen sind wir extra zeitig aufgestanden und haben den jeweils ersten Bus genommen, um einfach zeitig unterwegs zu sein. Der Bus in Pfitsch kam uns eher zufällig in den Sinn, da ich die Bushaltestelle entdeckt hatte und keine Lust mehr zum Laufen hatte. Wir haben den Busfahrer gefragt, wo wir aussteigen müssen, um zum Hotel Kranebitt zu kommen. Er hat uns dann bescheid gegeben.

      Hier findest du die Pläne Tegernsee – Achensee und Achensee – Jenbach:Busplan Achensee

      Und hier den Plan zum Schlegeisstausee (Momentan ist keiner online – da der Bus in der Winterpause ist)
      Busplan Schlegeis

      Falls ihr einen Facebook Account habt: Ich habe eine Gruppe gegründet, in der man sich zum Weg austauschen kann. Ihr seid herzlich eingeladen!
      Fernwanderweg Tegernsee – Sterzing (Alpenüberquerung)

      Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig weiterhelfen! Wenn noch Fragen offen sind, meldet euch gerne.
      Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß bei der Planung!
      LG
      Steffi

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