Willingen – Ettelsberg und Schanze

Willingen – Ettelsberg und Schanze

Willingen liegt natürlich in Hessen und nicht in NRW! Aber es gehört zum Sauerland und passt somit irgendwie in diese Kategorie

Wenn ich erzähle, dass ich nach Willingen zum wandern fahre, ernte ich meist nur müde Blicke. Wandern? Ja!!

Sicherlich ist Willingen in unserer Region hauptsächlich als Partyhochburg bekannt, aber eben auch als wunderbare Wanderregion. Und nur wenige Meter Abseits des Trubels, erlebt man paradiesische Wälder und himmlische Ruhe.

Ich starte heute am Besucherzentrum in Willingen und laufe links ab in das romantische Strycktal. Dabei komme ich nach knapp 20 Minuten an der größten Großschanze der Welt vorbei – der Mühlenkopfschanze. Noch im letzten Winter durfte ich hier das Skispringen live sehen und das war wirklich beeindruckend. So eine Stimmung habe ich selten erlebt. Im Vergleich dazu ist es heute fast Gespentisch. Zwei, drei Wanderer haben sich noch hier her verirrt, aber ansonsten ist es Menschenleer.

Nach der Schanze geht es durch einen Tannen- und Mischwald ins sogenannte „Paradies“. Ein breiter, gut begehbarer Wanderweg, immer leicht bergauf, führt bis zum Absprung der Mühlenkopfschanze. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf den Auslauf, an dem ich ja vorhin noch gestanden habe. Hier oben bekommt man nochmal umso mehr einen Eindruck davon, wie es sein muss von der Schanze zu springen.

Ein kleines Stück gehe ich nun wieder auf dem selben Weg zurück. Theoretisch gibt es ab hier auch einen direkten Weg auf den Ettelsberg, aber ich möchte noch einen kleinen Abstecher zur „Großen Grube“ machen. Hier wurde im 16. Jahrhundert Holzkohle gebrannt, welche dann in Willingen zur Eisenerzeugung genutzt wurde. Heute erinnert ein Holzkreuz an die damalige Zeit – mein heutiges Gipfelkreuz.

Nur ein paar Schritte weiter gibt es ausserdem noch den Kyrillpfad. Dieser entstand 2007, nachdem der gleichnamige Orkan „Kyrill“ durch die Region gefegt ist. Die Kraft, die dabei geherrscht haben muss ist gewaltig. Noch heute liegen die heraus gerissenen Wurzeln und abgeknickten Bäume in der Natur. Ein Holzsteg führt durch dieses unberührte Stück Wald und man erlebt, wie sich die Natur ihren Lebensraum zurück erobert.

Und weiter geht es zum Hochheideturm. 2002 wurde der Willinger Hochheideturm auf dem Ettelsberg eröffnet. Seitdem gilt er quasi als Wahrzeichen. Der 62 Meter hohe Turm ist mit seiner Aussichtsplattform auf 875 Meter ü. NN der höchste Aussichtspunkt in der Region. Nach 241 Stufen oder einer kurzen Fahrt mit dem Aufzug wäre man oben.

Der Besuch ist kostenfrei! Mir ist es heute allerdings zu voll.

Am Ettelsberg (838 m) selbst herrscht stets buntes treiben. Hier gibt es „Siggis Hütte“, die als Partyhochburg bekannt ist. Voll ist es hier eigentlich immer – ein wenig wie die Apres Ski Bars in Ischgl. Meins ist es nicht, deshalb geht es für mich schnell weiter…

Wer mag, kann jetzt die Seilbahn nehmen, die einen in knappen 10 Minuten hinunter ins Tal bringt. Ich gehe das kurze Stück aber lieber zu Fuß und genieße die zurück gekehrte Ruhe.

Tourendaten

Besucherzentrum Willingen – Strycktal – Mühlenkopfschanze (unten) – Paradies – Mühlenkopfschanze (oben) – Große Grube – Kyrillpfad – Ettelsberg – Besucherzentrum Willingen

Markierung W1 und W6

Höhenmeter 300 m

Wegstrecke 15 Kilometer – Dauer ca. 4 Stunden

leichte Wandertour

ganzjährig begehbar

Angaben ohne gewähr

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