Rothaarsteig Spur – Sorper Panoramapfad

Rothaarsteig Spur – Sorper Panoramapfad

Ich kannte bereits den Sorpesee – das SORPETAL war mir dagegen bisher völlig unbekannt! Dort, wo die Sorpe in die Lenne fließt, eröffnet sich ein idyllisches Tal mit aussichtsreichen und besonders ruhigen Plätzen – ein Wanderparadies!

Dieser Rundweg ist einer von 11 Rothaarsteig-Spuren, welche sich als Tages-oder Halbtagestouren entlang des 154 km langen Rothaarsteiges anbieten um die Regionen noch ein wenig mehr zu erkunden. Alle Wege sind sogenannte Premiumwege und als Qualitätswege „Wanderbares Deutschland“ zertifiziert! Heißt: Neben bestimmten Kriterien, bieten die Routen einen hohen Anteil an naturbelassenen Wegen, Einkehrmöglichkeiten und eine durchgehende Beschilderung. Eine weitere Rothaarsteig-Spur ist zum Beispiel der Wisent Pfad

Ich beginne die Tour in Niedersorpe – ein keiner Ort auf ungefähr 450 Meter Höhe gelegen zwischen Winterberg und Schmallenberg, der für mich das typische Sauerländer Stadtbild widerspiegelt. Die weißen Fachwerkhäuser mit ihren schwarzen Dächern, umgeben vom Sauerländer grün des Waldes leuchten in der Sonne.

Von Winkhausen kommend bietet sich das Wanderportal auf der linken Seite direkt am Ortseingang zum Parken an. Hier befinden sich auch direkt der schwarz-weiße Rotharsteigspuren Wegweiser , der mich ein Stückchen entlang der Straße führt bevor es links ab in Richtung Wald geht.

Ein wunderbarer Blick auf Niedersorpe eröffnet sich hier oben. Eine der typischen Rothaarsteigbänke – diesmal in der Hängevariante, lädt zur ersten Rast ein. Vielleicht hätte ich den Weg anders herum laufen sollen? Frage ich mich an dieser Stelle. Einmal kurz auf der Bank schwingen muss trotzdem sein und so schnalle ich meinen Rucksack ab und genieße für einen Augenblick die Aussicht.

Über ein Plateau geht es weiter mit 360° Panorama in Richtung Winkhausen. Dabei laufe ich ein ganzes Stück entlang des Winkhauser Golfplatzes. Okay…Golf ist jetzt nicht so ganz meine bevorzugte Sportart, trotzdem ist es interessant den Golfern ein wenig durch die Hecke zu zuschauen. Hoffentlich bleiben nur die Golfbälle hinter der Hecke…

Am Eingang des Golfclubs gibt es eine erste Einkehrmöglichkeit. Ich laufe allerdings weiter, biege ein kurzes Stück nach links bevor es über breit angelegte Stufen bergab und dann auf die andere Seite der Bundesstrasse geht.

Bis zu Deimanns Hütte – einer nächsten Einkehrmöglichkeit – gehe ich nun bergauf über einen breiten geschotterten Weg, der anscheinend auch als Privatstrasse für die Hütte genutzt wird. Der Aussenbereich der Hütte schaut wirklich gemütlich aus. Leider ist der jedoch momentan nur für Hausgäste des gleichnamigen Hotels zugänglich – Corona eben!

Steinbruchgelände Knollen

Der nächste Abschnitt des Weges scheint etwas abenteuerlich – zumindest weißt ein Schild auf Absturzgefahr hin und schlägt für den wohl ängstlichen Wanderer eine Alternative vor. Die nutze ich natürlich nicht und so geht es hinein in einen alten, stillgelegten Steinbruch. Wie lange er nicht mehr in Betrieb ist weiß ich leider nicht, die Natur hat sich hier aber im Laufe der Zeit schon so einiges zurück geholt. Umgestürzte Bäume liegen kreuz und quer, Mauerreste zeugen vom einstigen Steinbruch. Wirkliche Absturzgefahr bestand hier meiner Meinung nach nicht, trotzdem sollte den Hinweisschildern natürlich Folge geleistet werden.

Der Rundweg führt im weiteren Verlauf sehr abwechslungsreich über Wiesen und durch Wälder. Immer wieder hat man den Blick auf Niedersorpe und die Sauerländer Wälder und trotz des schönen Wetters ist mir bis hierher kaum ein Wanderer begegnet. Anscheinend war nicht nur mir dieses Tal bisher unbekannt.

Kunst inmitten der Natur

Hab ich mich jetzt doch verlaufen – frage ich mich? Denn plötzlich endet der Wanderweg in einem vermeintlich privatem Garten. Aber nein, das ist schon richtig. Der Wegweiser zeigt ganz klar in diese Richtung und die nächsten Schritte führen mich mitten durch eine Schmiede. Der Künstler hat seine Werke perfekt in die Landschaft integriert und das Wasser der Lenne, welche direkt durch den Garten fließt, wird in die Kunstwerke aus Stahl eingebunden. Es plätschert, rauscht, fließt und dreht sich wo immer man auch hinschaut.

Vorbei am Forellenhof quere ich die Hauptstrasse und laufe oberhalb dieser zurück nach Niedersorpe. Wir haben heute Pfingstsonntag – in der Region sind momentan einige Menschen unterwegs – nur auf dieser Strasse ist überhaupt nichts los. Was das Wandern auf diesem Stück weiterhin zu einem Genuss macht.

Die Tourendaten…

  • Region: Nordrhein-Westfahlen und Hessen
  • Länge: 154 Kilometer
  • Schwierigkeit: mittel
  • Wegbeschaffenheit: Hauptsächlich Wald- und Wiesenwege, kurze Abschnitte Asphalt
  • Höchster Punkt: 838m

  • Start: Brilon im Hochsauerlandkreis
  • Ziel: Dillenburg im Hessischen Lahn-Dill-Kreis

Wer mit dem PKW anreist, parkt in Brilon kostenlos auf dem Parkplatz in der „Krummen Straße“ oder am Kreishaus (Am Rothaarsteig 1).

(Für das Navi: „Marktplatz“)

Der Rothaarsteig ist übrigens auch für wanderfreudige Kinder und Hunde geeignet!

Viel Freude beim Nachwandern!

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