Tipps zum Winterwandern

Tipps zum Winterwandern

Wandern kann man eigentlich immer und überall. Ganz egal zu welcher Jahreszeit, bei welchem Wetter und in welcher Region.

Alle Jahreszeiten haben ihren ganz eigenen Reiz. Der Winter gefällt mir persönlich besonders wegen seiner Stille. Dabei muss Winterwandern nicht unbedingt bedeuten, durch meterhohen Schnee zu laufen. Nicht immer haben wir tief verschneite Landschaften. Aber auch ohne Schnee ist winterwandern eine wunderbare Möglichkeit sich zu bewegen, Zeit in der Natur und an der frischen Luft zu verbringen. Und manchmal darf es einfach mal ein wenig Matsch sein 🙂

Um im Winter genau so viel Freude am Wandern zu haben, wie zum Beispiel im Sommer, solltest Du ein paar Dinge wissen und in Deine Tourenplanung einbeziehen. Geeignete Touren findest Du auf den Internetseiten der einzelnen Regionen. Oder natürlich auf meiner Blogseite.

Meine Tipps in diesem Beitrag beziehen sich auf das Wandern in den Mittelgebirgen und im Flachland. Alpines Wandern im Wintern erfordert darüber hinaus noch weit mehr an Ausrüstung, und vor allem Erfahrung.

WERBEHINWEIS: In diesem Beitrag findest du Produktempfehlungen, von denen ich persönlich überzeugt bin und die ich selber nutze. Mit dem Kauf über einen Link erhalte ich eine kleine Provision. So kann ich weiterhin diesen Blog erhalten und Dir kostenlose Tipps rund um das Wandern geben. Für Dich entstehen dabei natürlich keine Kosten!

Was Du bei Deiner Planung unbedingt beachten solltest

Im Winter ist der Tag wesentlicher „kürzer“. Es wird also bedeutend früher dunkel als in den Sommermonaten. Um halb fünf geht im Dezember die Sonne unter. Um nicht im Dunkeln im Wald zu stehen, beachte das unbedingt bei der Routenauswahl.

Das Laufen auf Schnee oder matschigem Untergrund ist wesentlich anstrengender und benötigt mehr Zeit. Wähle die Tour so, dass sie Deiner Kondition entspricht. Eine zu lange Tour macht genau so wenig Freude wie eine viel zu kurze Tour, bei der Du gar nicht richtig warm wirst.

Als Anfänger planst Du am Besten eine Tour zwischen 6 und 10 Kilometern. Ohne großen Höhenunterschied läuft man ungefähr 3 bis 5 Kilometer die Stunde. So würde die reine Gehzeit ca. 2 bis 3 Stunden betragen. Pausen und Fotostopps sind hier nicht eingerechnet!

Wie schnell Du unterwegs bist, weißt Du selbst am Besten.

Baue Dir immer genügend Puffer ein um noch bei Tageslicht Dein Etappenziel zu erreichen. Idealerweise startest Du die Tour am Morgen. So kannst Du das Tageslicht gut auskosten.

Ist der Weg verschneit, kann man schnell die Route und somit die Orientierung verlieren. Eine Karte und ein Kompass oder ein GPS Gerät gehören deswegen zur Grundausrüstung Deiner Winterwandertouren. Ebenso eine Stirnlampe – falls es dann doch einmal länger dauert.

ACHTUNG!

So schön das weiße Gold auch auf den Tannen und Ästen ausschaut, es birgt gewisse Gefahren. Unter der Last des Schnees können Äste abrechen und herunter fallen. Deshalb immer mit Umsicht wandern und vor allem auf den Wegen bleiben. Aber das gilt ja eigentlich immer!

Übrigens: Ein paar Infos für einen Besuch im Wald findest Du in meinem Beitrag „Zu Gast im Wald„. Schau doch mal vorbei!

Winterwandern im Winterwonderland

Die Ausrüstung zum Winterwandern

Grödeln

Grödeln sind kleine Steigeisen, die man sich in sekundenschnelle unter die Schuhe binden kann. Wer schon einmal über vereiste Wege gelaufen ist, wird sie bereits zu schätzen wissen. Allen anderen sei gesagt, die wenigen hundert Gramm Gewicht im Rucksack retten einem manchmal die gesamte Wanderung. Oder sogar die Knochen.

Wanderstöcke

Wanderstöcke erleichtern einem das Leben nicht nur im Sommer. Gerade im Winter können sie wunderbar unterstützen, bieten Halt und helfen, das Gleichgewicht besser zu halten. Bei Wanderungen im Schnee ist darauf zu achten, dass die Stöcke große Teller haben, um nicht im Schnee zu versinken. Es gibt eigens für Schneetouren geeignete Stöcke. Du kannst bei einem Kauf aber auch auf austauschbare Teller achten. Somit hast Du für jede Jahreszeit den perfekten Wanderstock.

Die Schuhe

Nasse und kalte Füße können Dir bereits nach wenigen Metern die gesamte Wanderung vermiesen. Je nach Wegbeschaffenheit solltest Du auch Deine Schuhauswahl treffen. Wenn kein Schnee liegt, reichen unter Umständen Deine normalen Wanderstiefel. Sie sollten wasserabweisend sein und eine feste Sohle haben, ausserdem einen hohen Schaft. Wer einmal mit einem Halbschuh im Matsch stecken bleibt, wählt diesen Schuh kein zweites Mal.

Bei Schnee eignen sich richtige Winterwanderschuhe besser. Diese haben eine warme Fütterung, eine extra für Schnee geeignete Sohle und einen höheren Schaft. Ausserdem sind sie wasserabweisender als normale Wanderstiefel.

Wenn Du Dir keine gesonderten Winterwanderschuhe zulegen möchtest, kannst Du natürlich auch Deine normalen Wanderschuhe nutzen. Imprägniere sie vor jeder Wanderung gut und für die Wärmeisolation kannst Du zum Beispiel eine warme Einlegesohle nutzen. Merionsocken bieten zusätzlich einen gute Kälteschutz.

Gamaschen

Wer schon einmal durch tiefen Schnee gelaufen ist, kennt das Problem. Der Schnee sucht sich seinen Weg in Schuhe, Socken und Hose. Gamaschen sind wasserabweisende Überzieher und schützen Dich vor Nässe im Bereich der Knöchel, Füße und Unterschenkel.

Zwiebel-Look

Der Zwiebellook passt ja eigentlich zu jeder Jahreszeit. Im Winter ist er jedoch unverzichtbar. Geht es bergauf, kommt man auch bei eher kühlen Temperaturen rasch ins Schwitzen. Und ist man erst einmal durchgeschwitzt, lässt das Frieren nicht lange auf sich warten. Beim bergab gehen und vor allem in den Pausen, wird es ebenfalls schnell kühl.

Meine Winter-Ausrüstung

Bei der Hardshell-Jacke hat man den Vorteil, dass das wärmende Innenfutter heraus getrennt werden kann. So kannst Du wunderbar mit der Schicht „arbeiten“. Die mittlere Schicht, also die Fleecejacke oder die dünnerer Isolationsjacke kannst Du je nach Empfinden anziehen oder im Rucksack verstauen. Bergauf laufe ich oft nur in der Isolationsjacke. Bei Pausen oder beim bergab gehen, ziehe ich dann die Hardshelljacke wieder an. Ich bin übrigens der größte „Frierer“, aber in dieser Kombination habe ich auf noch keiner Wanderung gefroren. Letztendlich muss jeder seine perfekte Kombi finden. Bei meinen Produkttipps handelt es sich übrigens um die Kleidungsstücke, die ich persönlich trage.

Auch das ist Winterwandern! Durch lichten Wald, durch Nebel und über weichen Waldboden

Pausen

Ausreichend Pausen sind wichtiger Bestandteil jeder Wanderung. Im Winter stellt einen das manchmal vor gewisse Herausforderungen, denn die schönen Pausenbänke sind entweder nass oder verschneit. Ich habe immer ein kleines, faltbares und isolierende Sitzkissen dabei, so kann man zumindest für ein paar Minuten die Beine entlasten. Aber Achtung! Im Sitzen kühlt man schnell aus. Deswegen solltest Du im Winter lieber mehrere kleine Pausen, als eine große einplanen.

Proviant

Neben ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser bist Du mit einer Thermoskanne gut beraten. Ein heißer Tee oder Kaffee auf einer Winterwandertour ist einfach wunderbar. Achte auf eine gut isolierende Flasche, damit Dein Getränk in der Kälte lange genug heiß bleibt. Ich liebe es, wenn der heiße Tee in die Tasse läuft, der Dampf in der kalten Luft aufsteigt und einem die Nase wärmt.

Achte ausserdem auf ausreichende Energiezufuhr. Durch die Kälte verbraucht Dein Körper zusätzliche Kalorien. Belegte Brote, ein Stück Käse, Obst und Gemüsesticks bieten sich eh immer an. Du kannst aber auch einen Salat vorbereiten, Nudelsalat zum Beispiel. Der bietet viel Energie und bleibt wunderbar kühl während Deiner Wanderung.

Proviantdose, Thermoskanne und Sitzkissen sind immer dabei

Erste-Hilfe-Set

Wie bei jeder Wanderung gehört ein Erste-Hilfe-Set inklusive Rettungsdecke in den Rucksack!

Noch mehr Tipps zum Thema Rucksack und Wanderschuhe findest Du übrigens in diesem Beitrag!

Nun sollte Deinem Winterwander-Abenteuer nichts mehr im Wege stehen! Ich wünsche Dir eine tolle Tour!

Hast Du noch weitere Tipps zum Winterwandern? Schreib sie doch einfach in die Kommentare und teile sie mit uns!

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